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Kunde:
Jörg Heinz Schmuck-Schließen
Text: Sonderpublikation »Edition Rom«
Textauszug
Am
Anfang war die Idee
…
die Idee, das optimale Schmuck-Schloß zu kreieren. Einfach
in der Handhabung sollte es sein. Die Funktion so gut wie
unsichtbar. Als eigenständiges Schmuck-Objekt sollte
es bestehen können und trotzdem seiner Funktion als Schließe
ohne jede Einschränkung gerecht werden.Und variabel sollte
es sein. Seine Funktion und Ästhetik sollte es möglich
machen, durch Kombinieren und Variieren, und mit einem Handgriff
ganz neue Schmuckstücke kreieren zu können. Seither
sind Schmuck-Schlösser von Jörg Heinz der Standard,
an dem sich viele messen. Doch es kann nur ein Original geben.
Eine Nachahmung kann nie mehr sein, als ein Plagiat. Schmuck-Schlösser,
Juwelen-Schließen und Schloß-Kreationen von Jörg
Heinz sind einzigartig. Kenner wissen das. Es ist an der Zeit,
daß alle es wissen. Auch Sie.
Jörg
Heinz – Das Original.
«Alle
Wege führen nach Rom!»
Es gibt
wenige Städte, die es mehr wert sind, erfühlt, erforscht,
erlebt zu werden. Es gibt wenige Orte, die öfter beschrieben,
enthusiastischer verherrlicht, akribischer hinterfragt wurden,
als dieses Zentrum der Antike; Wiege der Neuzeit. Metropole
zwischen Chaos und Faszination im Herzen des Stiefels. Doch
was hat das mit Jörg Heinz zu tun? Rom ist ewig und doch
ewig jung. Rom ist Faszination und Sehnsucht. Rom ist Leidenschaft
und Schönheit. Begriffe und Emotionen, die unsere Schmuck-Kreationen
treffend beschreiben. Edition Rom. Unser erklärter Anspruch
ist es, besseres, anspruchsvolleres, hochwertigeres zu kreieren.
Für unsere Schmuck-Schlösser gilt das sowieso. Aber
auch für deren Präsentation. Edition Rom. Die Seele
baumeln lassen. Einfühlen in eine Welt voll faszinierender
Ansichten, Einblicke, Details. ‘Input’ für
die Phantasie. Rom und Jörg Heinz Es war eine Freude,
dieses Werk zu gestalten. Wir hoffen, Sie haben Freude beim
Anschauen.
Edition
Rom. Vorworte.
Rom-Laien,
jene Spezies also, die zum ersten Mal, ehrfurchtsvoll, und
in freudigem Erwarten, einen Fuß auf den geschichtsträchtigen
Boden der ewigen Stadt setzen, denken an das Forum Romanum,
an das Kollosseum, den Vatikan, die Fontana di Trevi, die
Engelsburg und all die anderen, unvergleichlichen Schätze,
die es in den Mauern der Tiberstadt zu entdecken gilt, und
die selbst den weitgereisten Weltbürger ein ums andere
Mal in Entzücken versetzen. Doch Rom ist auch die Hauptstadt
Italiens, Metropole, Moloch, Mega-City. In Rom gibt’s
deshalb (auch) pausenlosen Lärm, erdrückende Menschenmassen
und eine Luft, die – ohne den Römern nahetreten
zu wollen – als ausgesprochen ‘dick’ bezeichnet
werden muß. Und natürlich ist da der Verkehr a
la romana – ein Abenteuer. Diesen doch recht alltäglichen
Belangen wollen wir uns in dieser Edition widmen. Alles andere
ist eh tausendmal beschrieben.
Taxi
a la Romana – Vom Aeroporte in die Stadt
Glücklich
gelandet strebt alles irgendeinem Verkehrmittel zu. Nicht
wenige werden sich – es ist ja recht bequem –
für das Taxi entscheiden. Wer nun geglaubt hat, in Rom
ginge man einfach auf einen der Taxistände zu, warte,
bis ein Fahrzeug, das einem Taxi in etwa ähnlich sieht,
Einsatzbereitschaft signalisiert und steige in dasselbe ein,
der irrt. Spätestens auf halbem Weg zum Taxistand empfängt
Sie ein livrierter, durchaus seriös auftretender ‘Signore
Dienstmann’ und fragt: »Welch’ Hotel?«
Dabei wird es dem Reisenden ewig schleierhaft bleiben, mit
welch traumwandlerischer Sicherheit der Livrierte die richtige,
nämlich Ihre Sprache anschlägt. Kaum nennen Sie
den Namen der Herberge, hat der seriöse Signore und ein
plötzlich ebenfalls präsenter Helfer, Ihre Koffer
auf einen Gepäckwagen geladen und fährt –
welch’ Überraschung und Unwohlsein – nicht
zu den Taxis, sondern genau in die entgegengesetzte Richtung.
»Jetzt nur nicht das Gepäck aus den Augen lassen«,
schießt da jedem vernünftigen Menschen durch den
Kopf. Schließlich hat man ja so allerhand gehört.
Also folgt man dem Gepäckkarren und schon verschwinden
die teuren Stücke allesamt im Kofferraum eines Fiat Croma,
dessen korrekt gekleideter Fahrer Sie freundlich anlächelt.
Spätestens
jetzt bemerken Sie, daß der nette Herr in Uniform keineswegs
verstanden hat, wohin die Reise gehen soll. Inzwischen erscheint
nämlich ein weiterer Herr, nicht uniformiert, dafür
aber hektisch blickend und agierend, der kurz und präzise
nach dem Fahrtziel fragt, von unserem Dienstmann aber nur
ein unverständliches Genuschel, gepaart mit einem Achselzucken
vernimmt, sich die Information daraufhin von Ihnen präzisieren
läßt und dem Chauffeur des Fiat eine korrekte Arbeitsanweisung
zu erteilen scheint. Daß dieser jetzt immer noch nicht
weiß, wohin die Reise geht, wissen Sie natürlich
nicht, erfahren Sie aber spätestens dann, wenn der Mensch
am Lenkrad, an dessen Chauffeurskompetenz Sie immer mehr Zweifel
hegen, Sie fragend anblickt und ‘otel? ‘otel?
stammelt. Wie gut, daß Sie sich für eines der Hotels
im Zentrum entschieden haben.
Natürlich
kommen Sie an – irgendwann. Und weil Sie den Weg von
Leonardo da Vinci in die City wahrscheinlich nicht besser
kennen als der Mann hinterm Steuer, können Sie auch nur
vermuten, daß dieser nicht den kürzesten Weg genommen
hat. Vielleicht war es ja aber der verkehrsgünstigste?
Nach Rom führt er allemal!. Spätestens wenn Ihre
Koffer vom Hotelpagen in Empfang genommen werden, ist ein
erhöhtes Maß an Sensibilität erforderlich.
Das Personal in den etablierten Hotels ist in aller Regel
zum einen seriös, zum anderen kennt man dort die ‘Tricks’
der Szene. Als unser junger Taxidriver bei der Ankunft, in
ziemlich unverständlichem Englisch, ‘seventhousenddollar’
murmelt (natürlich hatte das Fahrzeug keinen Taxameter),
kommt uns das ein wenig unrealistisch vor und wir bitten den
smarten Ragazzo an der Reception, doch bitte Dolmetscher zu
spielen. Der donnert ihm die Frage entgegen: »Aeroporte?«
Sichtlich beeindruckt verschluckt sich unser Chauffeur fast
an seinem »Si« und ist ebenso glücklich wie
schnell verschwunden, als wir ihm 100.000 Lire zustecken.
Eine stolze Summe. Bei der Heimreise vereinbaren wir schon
im Vorfeld einen Fixpreis: 90.000 Lire. Wahrscheinlich ist
auch das zuviel, aber: »Rom erleben ist eben fast jeden
Preis wert!»
Taxi
a la Romana – Athene 9 oder Giannis Höllenfahrt
Die öffentlichen
Verkehrsmittel in Rom können sich durchaus sehen lassen.
Das U-Bahnnetz ist zwar etwas dünn, dafür donnern
die Züge mit atemberaubender Geschwindigkeit unter den
antiken Mauern hindurch und man fürchtet, wieder oben
angekommen, nur noch die Trümmer der Ruinen zu finden.
Der Transfer von A nach B aber funktioniert in Windeseile.
Die Busse verkehren in kurzen Intervallen, in jeden Winkel
der Stadt und beide Nahverkehrsmittel sind recht günstig
im Preis. Warum dann ein Taxi? Wer sich nach einem langen,
beinmarternden Besichtigungstag nach excellenter italienischer
Küche sehnt – und die ist leider so gut wie nie
‘um die Ecke’ zu haben – will ganz einfach
weder zur Bushaltestelle schwanken, noch zur Metrostation
wackeln, sondern wird es vorziehen, an den Ort seiner Begierde
chauffiert zu werden. Man empfielt uns Perilli, ein Lokal
außerhalb des antiken Zentrums, zu dem wir eh nie gefunden
hätten.
Bei Perilli
haben wir rechtzeitig reserviert, denn ohne riservatione geht
in derlei Lokalitäten absolut nichts. Der junge Mann,
diesmal mit einem Fahrzeug das mit einem Taxometer protzt,
weiß auch gleich wer und wohin. Schock. Gianni wendet
mitten auf der belebten Via! Reifen quietschen, Hupen tönen,
Flüche zischen, doch da ist Gianni, mit uns in Fond und
Sozius, schon um die Ecke. Zugegeben, wir haben weder die
Straßenverkehrsordnung der Italiener intus, noch sind
uns die römischen Gepflogenheiten bekannt, was Gianni
mit seinem Gefährt aber veranstaltet, kann wirklich nicht
die Regel sein. Gianni, so sind wir der festen Überzeugung,
hat sich zum Grundsatz gemacht, als schnellster Taxidriver
Roms ins Guinnessbuch der Rekorde einzugehen. Wenn selbst
Einwohner dieser quirrligen Stadt sich in die Ampelschlange
einreihen, mogelt Gianni sich an den bereits haltenden Fahrzeugen
vorbei um – auf dem Zebrastreifen kurz anhaltend –
als erster und mit rauchenden Reifen loszupreschen, wenn die
grüne ‘Avanti’-Ampel der Fußgänger
zu blinken beginnt.
Kaltschweißig
und krampfhaft in irgendwelche Fahrzeugteile verkrallt, sehen
wir Mofas an uns vorbeifliegen, spritzen andere Verkehrsteilnehmer
mal links, mal rechts mal beidseitig zur Seite wie verschreckte
Hühner bei der Attacke des Stallmarders; lehnen wir uns
spektakulär mit dem Wagen in die Kurve und stellen entsetzt
fest, daß Gianni, ohne auf die rote Ampel zu achten
plötzlich auf ‘nem Gesteig landet und abrupt zum
Stillstand kommt. Lässig zeigt seine römische Linke
über die Straße und lächelnd gibt er das Einzige
von sich, was wir je aus seinem Munde vernommen haben: »Perilli!«
Halt, daß wir nicht die Unwahrheit sagen. Den Preis
nannte er uns auch noch. Der lag 3.000 Lira über dem,
was auf dem Taxometer stand: »Because it’s sunday!«
Aber so richtig war das schon nicht mehr zu hören, denn
Gianni wurde, samt seinem ‘Renn-Taxi Athene 9’
schon wieder von der römischen Dämmerung verschluckt.
Primo
Maggio – Oder: Gibt's in Rom auch Römer
Nehmen
wir einmal an, Sie mögen Städtereisen. Gehen wir
weiter davon aus, Sie sind ins Berufsleben eingebunden und
Zeit ist ein rares, kostbares Gut. Mutmaßen wir zum
dritten, Sie möchten zum Beispiel ein langes Wochenende
dazu nutzen, die fantastischen Kulturschätze der ewigen
Stadt kennenzulernen. Wunderbar. Doch wenn dem so ist, dann
sollten Sie nicht an Klaustrophobie leiden. Wer jemals ein
Open-Air-Konzert, z.B. der Stones, von Pink Loyd oder gar
Woodstock – womöglich noch ganz nah der Bühne
– erlebten durfte, weiß wovon wir reden. So ungefähr
werden sie das muntere Treiben an den unvermeidlichen, weil
wunderschönen touristischen Highlights Roms erleben.
Platzangst oder auch nur eine Aversion gegen große Ansammlungen
von Menschen, können den ersehnten Genuß entscheidend
trüben. Nein, wir meinen nicht die Gefahr, von einem
Taschendieb gefilzt zu werden. Die sind wahrscheinlich klug
genug an solchen Tagen die Szene zu meiden. Schließlich
wird ja jeder Fluchtweg durch die undurchdringliche Leibermasse
versperrt. Wir reden von den Hundertausenden aus aller Welt,
die auf die exakt gleich Idee gekommen sind wie Sie.
Nicht
daß Sie dieser Umstand von Ihrer Reise abhalten sollte.
Aber es schadet auch nichts, wenn man weiß, was einen
erwartet. Es könnte ja immerhin sein, Sie wollen die
Schönheit der Piazza Navona, der Piazza di Spagna, des
Vatikanplatzes, des Fontane di Trevi… in aller Stille
genießen. Dann empfehlen wir Ihnen einen Regentag Mitte
Dezember. Und nun das Positive. Trotz der wabbernden, schlabbernden,
lachenden und aufgeregten Menschentrauben – die Szenerie
wird Ihnen unvergeßlich bleiben. Rom ist – und
das im wahrsten Sinne der Wortes – so gigantisch, daß
die Monumente selbst diesen Ansturm gelassen ertragen, so
gut wie nichts an Würde und bestimmt keinen Deut ihrer
atemberaubenden Schönheit einbüßen. Übrigens:
Natürlich werden Sie in Rom auch ein paar Römer
sichten. Sie erkennen diese z. B. auf der Spanischen Treppe
an dem obligatorischen Handy, in das – elegant am markanten
Profil plaziert – ununterbrochen palavert wird.
Am Kollosseum
sind die Römer besonders leicht zu finden. Dort posieren
sie in historsichen Kostümen der Pretorianergarde, wild
um sich blickend, ein, zwei Gäste umzingelnd, vor den
Kameras der Welt. Während Sie die Römer am Fontana
di Trevi an der Uniform der Carabiniere erkennen (oder sind
das Komparsen?). Bei den meisten anderen dürfen Sie mit
einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß
Sie aus Yokohama, Durban, Sao Paolo, Minsk, Wanne-Eickel,
Toulouse, Haifa, Flagstaff Arrizona, Kapstadt, Brazzaville,
Zug, Arrezzo … kommen. Einfach Babylonisch.
Anmerkung:
Der Aufrichtigkeit zuliebe muß erwähnt werden,
daß es an ganz normalen Tagen, also kein Feiertag, vielleicht
sogar außerhalb der Hauptsaison, nicht ganz so extrem
ist wie beschrieben. Und noch eine Wahrheit: Zwei Ecken von
den großen Sensationen entfernt ist es oft – wenn
auch anders – wunderschön und so gut wie Menschenleer.
‘Man’ hat die Wahl.
(Auszug)
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